Amblyopie - Was ist das?

Wenn in den ersten Lebensjahren das Netzhautzentrum eines Auges kein scharfes Bild erhält, können sich auch entsprechende Gehirnbereiche nicht ausreichend entwickeln. Die daraus resultierende Schwachsichtigkeit (Amblyopie) lässt sich im Erwachsenenalter nicht mehr durch Brillen oder Operationen korrigieren. Ein amblyopes Auge ist organisch völlig gesund, kann aber trotzdem „nicht richtig sehen“.

Die zwei häufigsten Ursachen sind das Schielen (Strabismus) oder unterschiedliche Brillenwerte der Augen (Anisometropie).

In beiden Fällen übernimmt das kindliche Gehirn fast ausschließlich das schärfere Bild des Führungsauges, die „Datenautobahn“ des Führungsauges wird ausgebaut, die des schwächeren Auges verkümmert.

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Das Ziel der Amblyopiebehandlung besteht darin, dass sich im Kleinkind – und Vorschulalter die Gehirnbahnen beider Augen und damit die Sehschärfe gleichmäßig entwickeln.

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Oft reicht schon eine gut angepasste Kinderbrille, um eine Seitendifferenz auszugleichen oder einen Schielwinkel zu verringern. In vielen Fällen muss jedoch das Führungsauge stundenweise verklebt (occludiert) werden. Dann übernimmt das schwächere Auge die Fixation, seine Bildverarbeitung im Gehirn wird ausgebaut. Im Idealfall steigt die Sehschärfe des schwächeren Auges innerhalb weniger Monate deutlich an.

Das konsequente Tragen einer Kinderbrille, die Occlusions-
therapie und regelmäßige Kontrolltermine stellen für Familie und Erzieher im Alltag oft eine erhebliche Belastung dar. Es gibt jedoch keine alternative Behandlungsmöglichkeit und der Aufwand wird durch den Erfolg belohnt.

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Eine eventuelle Operation ist erst nach erfolgreicher Amblyopiebehandlung vor der Einschulung sinnvoll. Ausnahmen sind Frühoperationen bei Kleinkindern mit sehr großem Winkel. Sehschärfe und Brillenwerte ändern sich durch die Operation nicht.

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